Das Verhältnis der Schwaben zur Oper
11. Januar 2010 | Von Dorle Knapp-Klatsch | Kategorie: Alles Theater, Z bis AEin Besuch in der Staatsoper in Stuttgart ist für viele Schwaben ein Ausdruck ihres Lebensgefühls.
Schon immer habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet die sparsamen Schwaben ihre Oper so lieben, denn so ein Besuch ist teurer als zum Beispiel ein Theaterabend (der fast schon so billig ist wie Kino).
Im Schauspiel ist zwar auch alles life
– keine x-mal abgespielte Konserve, sondern richtige Menschen auf der Bühne
– in extra für diese Inszenierung gefertigten Kostümen
– von Maskenbildnern vorher entsprechend ihrer Rolle gestylt
– Kulissenschieber hinter der Bühne
– Beleuchter mit punktgenauen Strahlern
und wer sonst noch für eine Vorstellung nötig ist.
In der Oper kommen noch die Solosänger, Chor und ein Orchester mit oft 50 – 70 Musikern hinzu.
Dafür lassen die Schwaben gern etwas springen, denn da bekommen sie am meisten für ihr Geld.
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Besonders beim Wandrä singet sä
Fast jeder Schwabe ist im Gesangsverein. Das prägt.
Um in die Oper zu gehen, muss man nicht besonders musikalisch sein und auch kein Schwabe, sondern eher bequem. Man läßt singen;-)
Vielleicht gehen die Schwaben ja auch deshalb in die Oper, weil sie nicht nur besondes sparsam, sondern auch besonders musikalisch sind.