Archiv für die Kategorie „Oper“
Pelléas et Mélisande von Claude Debussy
Staatsoper Stuttgart
Diese Oper (eigenwillige Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito) umfasst sieben Personen, die in einem Mehrgenerationenhaus immer wieder aufeinander treffen. Sie gehen keiner geregelten Beschäftigung nach, sondern vertreiben sich die Zeit auf unterschiedliche Weise. Großvater Arkel (volltönender Liang Li), Mutter Geneviève (Carmen Mammoser mit warmer Altstimme) und Sohn Golaud (kräftiger Bariton Oliver Zwarg) wirken nach außen hin gleich alt, so um die fünfzig. Den jüngsten Eindruck hinterlässt der Großvater. Die Zeit vertreibt er sich mit Stricken, kifft vor sich hin, massiert der Mutter den Nacken und und schleppt sie ins Schlafzimmer ab.
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Schlagworte:Carmen Mammoser, Claude Debussy, Inszenierung, Jossi Wieler, Liang Li, Michaela Schneider, Oliver Zwarg, Oper, Pelléas et Mélisande, Peter Schrottner, Roman Shulackoff, Sänger, Sergio Morabito, Staatsoper Stuttgart, super, Yuko Kakuta
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Bühnenbilder von Robert Schweer
in „Pinocchios Abenteuer“
Die Kutsche Richtung Spaßland besteht aus einer ausgesägten flachen Holzplatte mit aufgemaltem Wagen und Rädern. Mitten drin befindet sich eine Tür, durch die Pinocchio (Tina Hörhold) und Lampwick (Nam Won Huh) einsteigen und sich scheinbar gegenüber hinsetzen, jedoch sind unten ihre Füße zu sehen. Mal bewegen sie sich vor, mal zurück, und natürlich ruckeln dabei auch Pinocchio, Lampwick und der Kutscher (Michael Hofmeister), der sich hinterher als Bösewicht herausstellt.
Die Bühne sieht aus wie ein riesiges, aufgeklapptes Bilderbuch.
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Schlagworte:Barbara Tacchini, Bühnenbild, Carlo Collodi, Janis Vollert, Jonathan Dove, Markus Bothe, Michael Ebbecke, Michael Hofmeister, Nam Won Huh, Oper, Pinocchios Abenteuer, Robert Schweer, Sofie Kienzle, Staatsoper Stuttgart, super, Tina Hörhold
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Kostüme
von Justina Klimczyk in „Pinocchios Abenteuer“
Stuttgarter Staatsoper
Grüner Anzug mit seitlich ausgestopften Sprungbeinen und hinten Flügeln, auf dem Kopf eine Maske mit Augen, Nase, Mund, darunter das grün angemalte Gesicht von Yuko Kakuta – (fast) fertig ist die Grille. Durch die typischen Flügelbewegungen und ihr hohes „tschiep, tschiep“ wird sie lebendig. Viele prall ausgestopfte Schenkel, wohin man blickt: Grille, Kater, Fuchs, Kaninchen sehen aus wie in dem Kinderbuch „Die Hasenschule“, in der die Häschen aufrecht laufen und Anzüge tragen. Die Kostüme von Justina Klimczyk, besonders die Tierkostüme, sind ein Gedicht.
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Schlagworte:Catriona Smith, Hilke Andersen, Justina Klimczyk, Kostüme, Oper, Pinocchios Abenteuer, Robert Schweer, Staatsoper Stuttgart, super, Tina Hörhold, Yuko Kakuta
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Pinocchios Abenteuer
mit Musik von Jonathan Dove
Stuttgarter Staatsoper
Geppetto der Schreiner Michael Ebbecke schnitzt Pinocchio Tina Hörhold mit soviel Energie aus einem Holz, dass nicht nur die Späne, sondern auch die Stechbeitel fliegen – in den Orchestergraben. Mit so viel Schwung geht die Oper weiter. Eine Episode von Pinocchio, dem frechen „italienischen Struwwelpeter“, der sich gegen jede Erziehung sträubt, reiht sich an die andere.
Die Frage nach dem Schönsten – die einfallsreiche Inszenierung von Markus Bothe, die stimmlich hervorragenden Sänger, dem Staatsorchester unter der Leitung von David Parry, Bühnen(zeichnung)bild von Robert Schweer, Kostüm-Kunstwerke von Justina Klimczyk, ausdrucksstarker Chor in der Einstudierung von Michael Alber und Simon Zimmermann mit der Choreographie von Ivo Bärtsch, überraschende Effekte… – ist leicht zu beantworten:
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Schlagworte:Carlo Collodi, Catriona Smith, David Parry, Hans Kittelmann, Hilke Andersen, Inga Lampert, Inszenierung, Ivo Bärtsch, Jonathan Dove, Justina Klimczyk, Markus Bothe, Michael Alber, Michael Ebbecke, Oper, Pinocchios Abenteuer, Robert Schweer, Sänger, Simon Zimmermann, Staatsoper Stuttgart, super, Tina Hörhold, Yuko Kakuta
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“Idomeneo”
mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Staatsoper Stuttgart
Farben der Aussichtslosigkeit
Grau in Schwarz in Grau sind die Farben von Bühnenbild (Susanne Gschwender) und Kostümen (Werner Pick). Diese Farben stehen für Ausweglosigkeit und Trauer. Lediglich die Königstochter Ellettra (Simone Schneider) erscheint bei jedem Auftritt in einem neuen farbigen Kleid. Diese rotgrundigen Kleider wirken frühlingshaft und beschwingt. Begleitet wird sie – im Partnerlook – von ihrer Tochter.
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Schlagworte:Bühnenbild, Ellettra, Giambattista Varesco, Idemante, Idomeneo, Ilia, Inszenierung, Kostüme, Matthias Klink, Oper, Sänger, Simone Schneider, Staatsoper Stuttgart, Susanne Gschwender, Tina Hörhold, Werner Pick, Wolfgang Amadeus Mozart, Yuko Kakuta
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Idomeneo
mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Dichtung von Giambattista Varesco
Dramma per musica in drei Akten
Idomeneo
Der Sage nach wird Idomeneo, ein kretischer König, auf seiner Heimfahrt fast vom Meer verschluckt. Um am Leben zu bleiben, schwört er Neptun, den ersten Menschen zu opfern, den er an Land sieht. Dummerweise ist das sein inzwischen erwachsener Sohn Idamante. Statt sich über das Wiedersehen zu freuen, stößt der Vater ihn weg, will nichts mehr von ihm wissen.
Idamante
Das wiederum kränkt Idamante. Als wenn er mit seinen beiden Frauen nicht schon genug eigene Probleme hätte.
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Schlagworte:Arbace, Elettra, Giambattista Varesco, Idamante, Idomeneo, Ilia, Inhalt, Libretto, Neptun, Oper, Wolfgang Amadeus Mozart
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Orphée et Euridice
mit Musik von Christoph Willibald Gluck
Eine gemeinsame Produktion von Staatsoper Stuttgart und Stuttgarter Ballett.
Zu Herzen gehend ist der Schmerz über die tote Eurydike, den Orpheus Kenneth Tarver in seinem Klagelied besingt. Mitfühlend ist der Trost, der ihm von Ballett und Chor gespendet wird.
Ballett und Chor bilden konzentrische Kreise um Orpheus herum, jeweils eine Hand greift den Ellenbogen des Vorderen. Weiße Arme vor dunklen Kostümen (Emma Ryott) bilden eine Schlangenlinie, wiegen Orpheus in Wellenbewegungen hin und her. Eine Szene, die im Gedächtnis bleibt.
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Schlagworte:Alexander Jones, Alicia Amatriain, Arman Zazyan, Bernt Parolin, Christian Spuck, Christoph Willibald Gluck, Dimitri Magitov, Emma Ryott, Inszenierung, Kenneth Tarver, Kostüme, Laura O Malley, Laurent Guilbaud, Magdalena Dziegielewska, Michael Alber, Mikhail Soloviev, Oihane Herrero, Oper, Orphée et Euridice, Rachele Buriassi, Roland Havlica, Stuttgarter Ballett, super, Tänzer, Tomas Danhel, William Moore, Yuko Kakuta
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Orfeo ed Euridice (französich Orphée et Euridice) deutsch
Orpheus und Eurydike, Oper in drei Akten
Musik von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Ranieri de’ Calzabigi
Erster Akt
Orpheus, der beste Sänger der Welt, beweint den Tod seiner Eurydike. Zusammen mit dem Chor der Hirten und Hirtinnen fleht er die Götter an, ihm seine eben angetraute Frau zurück zu geben. Amor, der Liebesgott, kann das nicht länger mit anhören, interveniert bei Jupiter und überbringt Orpheus die Nachricht, dass er seine geliebte Eurydike aus dem Totenreich zurückholen darf. Die Sache hat bloß einen Haken. Er darf sich auf dem Rückweg nicht nach ihr umschauen.
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Schlagworte:Amor, Christoph Willibald Gluck, Inhalt, Libretto, Oper, Orfeo ed Euridice, Orphée et Euridice, Orpheus und Eurydike, Ranieri de’ Calzabigi
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Orphée et Euridice
von Christoph Willibald Gluck
Eine gemeinsame Produktion von Staatsoper Stuttgart und Stuttgarter Ballett
Haben Sie sich auch schon gefragt, warum sich Orpheus umdreht, obwohl er doch weiß, dass er damit seine geliebte – dem Totenreich entrissene – Eurydike verliert?
Christian Spuck liefert in seiner Inszenierung „Orphée et Euridice“ eine passende Erklärung.
Orpheus erscheint nicht nur eine Eurydike, nein, gleich sieben geklonte junge Frauen mit gleicher rotbrauner Lockenpracht und gleichem weiß glitzerndem Abendkleid schweben im Elysion um ihn herum und begleiten ihn auf dem Weg zu den Lebenden.
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Schlagworte:Alla Kravchuk, Ballett, Bühnenbild, Catriona Smith, Christian Schmidt, Christian Spuck, Emma Ryott, Inszenierung, Kostüme, Oper, Orphée et Euridice, Orpheus und Eurydike, Reinhard Traub, Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett, super, Yuko Kakuta
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Eugen Onegin
„Lyrische Szenen“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski
im Stadt-Theater Ulm
Oper zum Träumen
Stimmig und romantisch stellt sich die Onegin Inszenierung von Matthias Kaiser im Stadttheater Ulm dar. Musik und Handlung passen zusammen. Erzählt wird die Geschichte nach dem Versroman von Alexander Puschkin. In Bilder umgesetzt wird genau das, was die Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky vorgibt. Sowohl Bilder als auch Musik wirken lange nach, weil beides sich hervorragend ergänzt.
Schlagworte:Alexander Puschkin, Angela C. Schuett, Bühnenbild, Detlev Beaujean, Eugen Onegin, Filipjewna, Gillian Crichton, Hans-Günther Dotzauer, Inszenierung, Kostüme, Larina, Lenski, Marc Haffner, Martha Dewal, Matthias Kaiser, Merav Barnea, Olga, Oper, Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Rúni Brattaberg, Sänger, Stadttheater Ulm, super, Susanne Brattaberg, Tatjana, Tomasz Kaluzny
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