Inhalt/Handlung: Der Rosenkavalier
13. November 2009 | Von Dorle Knapp-Klatsch | Kategorie: Opernhandlung, Rosenkavalier, Z bis AKomödie für Musik (op. 59) von Richard Strauss
, Libretto von Hugo von Hofmannsthal.
Octavian (17 Jahre jung) findet sich nach einem Faschingsball im Schlafzimmer der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg (ungefähr doppelt so alt) wieder, in die er unsterblich verliebt ist. Eine Männerstimme vor der Tür könnte die Ankunft des Feldmarschalls bedeuten, entpuppt sich aber als der ungehobelte Ochs von Lerchenau. Octavian kann nicht so schnell verschwinden, zieht sich ein herumliegendes Kleid über, setzt sich ein Häubchen auf und knickst dem Besuch zu, der als Vetter der Marschallin meint, jederzeit Einlass zu bekommen.
Kaum im Schlafzimmer der Feldmarschallin, fällt ihm sofort das Mädchen auf. Mit seiner plumpen Art versucht er, mit ihr anzubandeln. Dass sie sich ziert, macht ihn nur heiß, während die Feldmarschallin sich amüsiert.
Dabei kam Ochs ursprünglich her, um über die Feldmarschallin einen Verwandten zu finden, der nach einem alten Brauch der Braut im Auftrag des Bräutigams eine silberne Rose überbringt.
Er reiste extra nach Wien, um sich hier herabzulassen, gnädigerweise die Tochter des reichen Emporkömmlings Faninal zu heiraten, der mehrere Häuser besitzt und um dessen Gesundheit es schlecht bestellt ist. Die Feldmarschallin schlägt übermütig Octavian als Rosenkavalier vor – ein Vetter von beiden in dieser weitläufigen Familie – der als Mädchen Marie verkleidet dem Ochs gerade den Kopf verdreht.
Währenddessen findet auch der allmorgendliche Empfang im Schlafgemach mit einem durcheinander an Bittstellern, Intriganten, Sängern… statt, je nach Fantasie der Regisseure, Kostüm- und Bühnenbilder ein Fest für die anwesenden Sehleute.
Wieder allein, verfällt die Feldmarschallin in Depressionen. Sie sieht ihr Alter und den Tag kommen, an dem Octavian sich in eine jüngere Frau verliebt. Octavian verspricht ihr, so etwas NIE zu machen.
2. Akt
Sophie wartet mit ihrer Zofe Jungfer Marianne Leitmetzerin auf die Ankunft des Rosenkavaliers.
Sie hat sich auf ihre Ehe vorbereitet und kennt die neue Verwandtschaft auswendig. So imponiert sie mit der Kenntnis sämtlicher Vornamen Octavian. Spätestens da funkt es bei ihnen. Der Ochs stört nicht nur die beiden, sondern benimmt sich auch gründlich daneben. Er behandelt sowohl Sophie als auch deren Vater herablassend – wie eine Ware, die er einkauft. Sophie weigert sich, ihn zu heiraten, was aber den Ochs nicht stört: „Wird schon kommen über Nacht…“
Octavian wird die Plumpheit zu bunt, und um Sophie zu beschützen, die sich zu ihm flüchtet, fordert er den Ochs zum Duell heraus. Der Ochs stellt sich so ungeschickt an, dass Octavian ihn mit dem Degen den Arm aufkratzt, was der Ochs zum Anlass nimmt, sich wie ein schwer verletzter Sterbender zu benehmen, bis Faninal alle hinausschmeißt. Dem Ochs wird ein Brief von Marie (Octavian in Mädchenkleidern) zugespielt, in dem sie ihn zu einem Rendezvous bittet.
3. Akt
In einem Nebenzimmer eines kleinen Gasthauses treffen Octavian und seine Diener Vorbereitungen für das Rendezvous von Marie <–> Ochs.
Neben einem großen! Bett steht ein Tisch, an dem Marie und Ochs tafeln. Während des Essens gehen alle möglichen Fenster und Luken auf, zu denen ein Geist, Gnom, Teufel herauslugt. (Und wieder dürfen die Bühnenfachleute alle Register ziehen, um dem Publikum zu imponieren.) Es kommt sogar eine Frau – die sich als Ochsens Gemahlin ausgibt – mit drei Kindern, die sich an ihn hängen und „Papa, Papa“ rufen. Ochs fühlt sich derart bedrängt, dass er nach der Polizei ruft – zu seinem Pech, denn die hält ihn für den Schuldigen. Zu aller Schreck kreuzt auch noch die Feldmarschallin auf, die das ganze als „Wienerische Farce“ bezeichnet, den Spuk für beendet erklärt und Ochs heimschickt. Der möchte von seiner erlechzten Mitgift nicht lassen, verschwindet aber blitzschnell, als Wirt, Kellner, Musikanten und seine Exfrau mit den drei Kindern ihren Lohn verlangen.
Die Feldmarschallin sieht als gekommen, was sie schon im 1. Akt befürchtet hat, dass sie Octavian an eine Jüngere verliert. Octavian ist hin- und hergerissen zwischen beiden Frauen. Die Feldmarschallin muss ihn Richtung Sophie schubsen. Somit hat Sophie die Verwandtschaftverhältnisse nicht umsonst auswendig gelernt.
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Personen:
Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg (Sopran)
Der Baron Ochs auf Lerchenau (Bass)
Octavian, genannt Quinquin, ein junger Herr und Vetter der Feldmarschallin (Mezzosopran)
Herr von Faninal, ein reicher Neugeadelter (Bariton)
Sophie, seine Tochter (Sopran)
Jungfer Marianne Leitmetzerin, die Duenna (Sopran)
Valzacchi, ein Intrigant (Tenor)
Annina, seine Begleiterin (Alt)
Ein Polizeikommissär (Bass)
Der Haushofmeister der Marschallin (Tenor)
Der Haushofmeister bei Faninal (Tenor)
Ein Notar (Bass)
Ein Wirt (Tenor)
Ein Sänger (Tenor)
Eine Modistin (Sopran)
Ein Tierhändler (Tenor)
Drei adlige Waisen (Sopran, Mezzosopran, Alt)
Vier Lakaien der Marschallin (2 Tenor, 2 Bass)
Vier Kellner (1 Tenor, 3 Bass)
Ein Gelehrter, ein Flötist, ein Friseur, dessen Gehilfe, eine adlige Witwe, ein kleiner Neger
Lakaien, Küchenpersonal, Gäste, Musikanten, Wächter, Kinder, verschiedene verdächtige Gestalten
Werkdaten Titel: Der Rosenkavalier
Originaltitel: Der Rosenkavalier
Originalsprache: deutsch
Musik: Richard Strauss
Libretto: Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung: 26. Januar 1911
Ort der Uraufführung: Dresden
Spieldauer: ca. 3 3/4 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Wien um 1740
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Bühnenbild und Kostüme: Wenn der Pudel mit der Wanze und die Henne mit dem Hahn…
Inszenierung und Sänger: Extraordinäre Sänger, Kostüme, Bühnenbild – ordinäre Inszenierung
Presseartikel: Rosenkavalier in Stuttgart – Musik, Kostüme, Bühne
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In Zeiten, in denen sich fast jede Hollywoodschönheit einen jungen Lover hält, ist so eine Geschichte völlig daneben. Wie wäre es denn mit umgekehrten Rollen, also junge Frau von 17 Jahren und alter(!) Mann von 36 Jahren?
Ich liebe Rosen, auch die silbernen
[...] Libretto: Hugo von Hofmannsthal [...]