Inhalt / Handlung: Der Barbier von Sevilla
21. Oktober 2009 | Von Dorle Knapp-Klatsch | Kategorie: Der Barbier von Sevilla, Opernhandlung, Z bis ADer Barbier von Sevilla
(Originaltitel: Il barbiere di Siviglia), komische Oper in zwei Aufzügen von Gioachino Rossini.
Libretto von Cesare Sterbini
Bearbeitung des Schauspiels “Le Barbier de Seville” von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais.
Graf Almaviva verliebt sich in eine junge Dame und folgt ihr bis nach Hause. Er singt ihr Ständchen, allein mit Gitarre, und – zur Bekräftigung seiner ernsten Absichten – mit Verstärkung eines Männerchors.
Seine Angebetete Rosina, eine reiche Waise, wird von ihrem Vormund Doktor Bartolo streng bewacht.
Doktor Bartolo hat viel zu tun; waren doch schon immer junge Mädchen schwerer zu hüten als ein Sack voller Flöhe. Dabei liegt ihm nur bedingt an ihrem Wohlergehen – eher an seinem, denn er möchte Rosina heiraten, um an deren Mitgift zu kommen.
Graf Almaviva trifft zufällig Figaro, seinen Ex-Kammerdiener, der sich jetzt als Barbier seinen Lebensunterhalt verdient. Auch früher schafften es die Friseure nicht, mit ihrem Einkommen auszukommen. Figaro jobbt nebenbei als Intrigant und Kupplerkönig. Darauf ist er unheimlich stolz, was er in der berühmten Schnellsprech-und-Zungenverdreher-Arie zum Ausdruck bringt: „Figaro hier, Figaro da…“ (auf diese Arie warten Opernbesucher in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ vergeblich)
Graf Almaviva möchte testen, ob Rosina ihn um seiner selbst Willen oder wegen seines Titels und Geldes liebt(!) Figaro rät ihm, sich als betrunkener Soldat bei Doktor Bartolo Einlass zu verschaffen, um mit seiner angebeteten Rosina ungezwungen zu plaudern sowie gegenseitige Gedanken auszutauschen. Das geht fast schief, denn die von Doktor Bartolo gerufenen Wachen (Männerchor) wollen ihn festnehmen. Graf Almaviva kann sich ausweisen, und die Wachen ziehen zerknittert ab. Er schafft es noch, Rosina einen Liebesbrief zuzuspielen.
Am anderen Tage gibt er sich als Musiklehrer aus, in Vertretung des kranken Basilio.
(Wunderschönes Katerduett, in dem der Graf versucht, seine Stimme zu verstellen, und der Doktor, diese nachzuäffen (jauuul)). Der misstrauische Doktor Bartolo bewacht die beiden während ihrer Singstunde, die aber Zeit finden, sich durch einige Arien hindurch ihre Liebe zu erklären. Sie verabreden sich um Mitternacht – Schlag zwölf soll Rosina abgeholt und entführt werden – zack!! Den Hausschlüssel bekommen sie von Figaro, der ihn wiederum Doktor Bartolo abgeluchst hat.
Doktor Bartolo wird die Sache zu brenzlig. Er bestellt den Notar, um sich schnell mit Rosina zu verheiraten, bevor es ein anderer macht. Der Notar kommt und traut statt dessen Rosina und Graf Almaviva – nach einer kleinen Nachhilfe mit Waffengewalt und Bestechungsgeld.
So kommt in der gemeinsamen Schlussarie zusammen, was zusammen gehört.
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Personen:
Almaviva, der Graf (Tenor)
Fiorillo, Diener des Grafen Almaviva (Bariton / Bass)
Bartolo, der Doktor (Bass)
Ambrogio, Diener von Bartolo (Bass)
Berta, Haushälterin bei Bartolos (Sopran)
Basilio, der Musikmeister (Bass)
Figaro, der Barbier (Bariton; Buffo)
Rosina (Mezzosopran / Sopran (je nach aufgeführter Fassung))
Offizier (Bass)
Notar (stumme Rolle)
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Aufführung in der Stuttgarter Staatsoper: Bogdan Mihai und Mark Munkittrick – das neue Traumpaar der Stuttgarter Oper
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Mir gefallen die Fotos auch. sie sind unterhaltsam wie ein Kreuzworträtsel. Man muss immer ein bissle nachdenken.
Mein Kompliment für die fotos. Es ist eine Freude, zwischen den Kritiken und Inhaltsangaben herumzublättern und immer etwas neues zu entdecken. Hund und Katz’ ist eine gute Idee, darauf muss man erst einmal kommen.
[...]Eine reizvolle Entdeckung ist Bogdan Mihai als Graf Almaviva. Endlich einer, zu dem alles in dieser Rolle passt. Er ist jung – deutlich sichtbarer Alters- und Mentalitätsunterschied zu Bartolo – gut aussehend, singt die Koloraturen mit Leichtigkeit und entwickelt immenses komödiantisches Talent… [...]
[...] Der Barbier von Sevilla von Gioachino Rossini,
steht in der Inszenierung von Beat Fäh seit 1993 ununterbrochen auf dem Spielplan der Stuttgarter Oper. Kein Wunder – es sprüht darin nur so von Einfällen.[...]