Onegin: Musikalisch auf höchstem Niveau
8. Dezember 2009 | Von Dorle Knapp-Klatsch | Kategorie: Eugen Onegin, Z bis APjotr Iljitsch Tschaikowski: Eugen Onegin in der Staatsoper Stuttgart
Opernzweitpremiere
Die Premiere der Neuinszenierung „Eugen Onegin“ fand zwar schon am 30. November 2008 statt, aber leider nicht mit vollständiger Besetzung. Das Orchester der Stuttgarter Staatsoper streikte, wie viele andere Orchester, an diesem Abend. Solisten und Chor sangen mit Klavierbegleitung. Die vollständige Premiere findet am 5. Dezember 2008 statt.
Das Orchester trifft sich eine Stunde vor Beginn zu einer Anspielprobe, denn die Generalprobe liegt mehr als eine Woche zurück. Danach folgt die dreistündige Aufführung.
Alles in Allem kann ich diese Opernzweitpremiere als sehr gelungen bezeichnen. Eine schöne Aufführung – ein musikalisches Erlebnis auf höchstem Niveau.
Gesamtleistung mit herausragenden Einzelleistungen
Der sehr gute und erfahrene Operndirigent Marc Soustrot führt das Stuttgarter Staatsorchester zu engagiertem Spiel. Er vermittelt gekonnt zwischen Bühne und Orchester, hält alles fest zusammen.
Orchester und Ensemble passen harmonisch und spannungsvoll zusammen.
Die Leistung der Sängerinnen und Sänger rangieren durchweg auf einer hohen Qualitätsstufe. Besonders fällt mir Roman Shulackoff als Lenski auf mit seiner schön gefärbten Stimme.
Karine Babajanyan als Tatjana und Tajana Raj als Olga ergänzen sich von ihrer Stimmlage her – heller Sopran und dumpfer gefärbter Mezzosopran.
Herausragend der Tenor Heinz Göhrig als Triquet mit hell timbrierter Stimme.
Der Staatsopernchor unter der Leitung von Johannes Knecht singt in seit Jahren gleichbleibend hoher Güteklasse. Das ist schon fast zu selbstverständlich, dass die Erwähnung fast vergessen wird.
Selbst wenn ich mich wiederhole:
Dieser Stuttgarter Onegin erweist sich als ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis auf höchstem Niveau.
Mein Tipp:
Onegin steht wieder auf dem Spielplan der Stuttgarter Staatsoper! Hingehen; Karten vorbestellen; Freunde, Verwandte und Bekannte benachrichtigen; Karten zu Weihnachten verschenken…
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Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Eugen Onegin in der Staatsoper Stuttgart
Musikalische Leitung: Marc Soustrot
Chor: Johannes Knecht
Staatsoper Stuttgart
Mitwirkende am 5. Dezember 2008
Larina: Trine Øien
Tatjana: Karine Babajanyan
Olga: Tajana Raj
Filipjewna: Cornelia Wulkopf
Eugen Onegin: Shigeo Ishino
Lenski: Roman Shulackoff
Fürst Gremin: Liang Li
Triquet: Heinz Göhrig
Saretzki: Christoph Sökler
Ein Hauptmann: Chorsoli
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Hoffentlich bleibt das “hohe Niveau” auch in Zukunft erhalten. Sobald herr Honneck geht, versinkt Stuttgart wohl wieder in Mittelmäßigkeit.
Das Stuttgarter Staatsorchester begeistert mich immer wieder, egal, mit welchem Dirigenten. Bloß weil es in der Versenkung verschwunden ist, heißt das noch lange nicht, daß es nicht da ist. Leider wird es zu wenig gewürdigt. Erwähnt werden immer nur die Dirigenten. Die wären aber nichts(!) ohne dieses Weltorchester!