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Frauen mit Interesse an Kultur |
Aus der prallen Lebenserfahrung heraus, ohne vorher Musik- oder Theaterwissenschaft studiert zu haben, beschreiben Dorle Knapp-Klatsch, Elke Wilkenstein und Gesine Bodenteich die Theaterstücke, Opern, Ballette, Filme und Bücher, die sie auf Bühne/Leinwand/zwischen-zwei-Buchdeckeln miterlebt oder durchlitten haben. Sie suchen und finden Parallelen zu ihren Lebenssituationen: Was kann ich mit meiner Wirklichkeit verbinden? Wo und wann sind mir derartige Erlebnisse wie auf der Bühne schon einmal passiert? Mit wem kann ich mitfühlen? Welche Personen bringen mich auf die Palme? Mitten drin
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Erlebt und dabei gewesen |
Begeisterte Oper-Ballett-Schauspiel-Zuschauerinnen verfassen in unregelmässigen Abständen eine Rückschau aus ihrer Sicht über gesehene Inszenierungen. Kritik ist hier das falsche Wort, denn sie wollen gar nicht objektiv sein. Gefühle sind immer subjektiv. Sie schreiben Theaterrückblicke mit weiblicher Blickrichtung speziell für Frauen 50plus, und zwar das, was ihnen wichtig erscheint. Klassiker | Neue Stücke | Humor |
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Dorle Knapp-Klatsch |
Dorle Knapp-Klatsch liebt am Ballett die Schönheit und Eleganz, die guten Figuren (wie machen die das bloss?) der Tänzerinnen und Tänzer. John Cranko: Poème de l'extase
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Gesine Bodenteich |
Gesine Bodenteich, die Überblickerin, sucht und findet ihre Lebensabschnittsgefährten in Künstler-, Musiker-, Chor-, Sänger-, Verwaltung,- Techniker-, Handwerkerkreisen des Staatstheaters. Sie besucht die Vorstellungen, für die sie gerade eine Einreichkarte bekommt. Diese Eintrittskarten werden zu verbilligten Preisen an die Mitarbeiter des Staatstheaters vergeben, sofern es noch Plätze gibt, die im freien Verkauf voraussichtlich nicht besetzt werden. Die Einreichkarten müssen jeweils genehmigt, vom Einreicher selbst abgeholt und unterschreiben werden. Das kann unter Umständen langwierig sein und ist nicht immer erfolgreich. Idomeneo: Freudig auf die Opferbank Gesine Bodenteich ist sowohl ein Genussmensch als auch eine Ästhetin, in jeder Beziehung. Balanchine: Theme und Variationen
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Elke Wilkenstein |
Die sportliche Elke Wilkenstein zum Beispiel hat eine Schwäche für die neuen Choreografien und besucht meist die Uraufführungen. Musik, kombiniert mit Gestenspiel und Bewegungssprache, bedeutet für sie Körperbeherrschung pur. Denkt sie aber während einer Ballettaufführung daran, dass die Tänzerin schon als Kind eine Spezialschule für Ballett besuchen muss und täglich viele Stunden übt, dann stimmt irgend etwas nicht. Jorma Elo: Slice to sharp
Ihr erstes bewusst erlebtes Theaterstück war „Onkel Wanja“ im Stuttgarter Schauspielhaus, irgendwann in den Neunzigern. Als der fiese Onkel sich anschickt, das Mauerblümchen von Nichte zu begrapschen, wäre Elke Wilkenstein fast von ihrem Sitz aufgesprungen. Sie war kurz davor, die Bühne zu stürmen, um das Mädchen von diesem Wüstling zu befreien – so sehr ging ihr deren Blick und das ängstliche Zurückweichen unter die Haut. Anton Reiser Katze auf dem heissen Blechdach |
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